FAQs

Hier werden die Fragen beantwortet, die Kinder, Jugendliche, ihre Eltern und andere Interessierte am häufigsten stellen.

Allgemeine Fragen

USK

Sind Computerspiele für Kinder und Jugendliche gefährlich?
Nein, nicht per se. Computer- und Videospiele sind ein selbstverständlicher Teil unserer Alltagskultur geworden. Sie bieten nicht nur eine Fülle an Spielspaß, sondern mindestens ebenso viele Lernmöglichkeiten. Aber wie bei jedem anderen Medium können mit Computerspielen auch Wirkungsrisiken und Gefahren verbunden sein. Die Alterskennzeichen der USK bieten eine Möglichkeit, Kinder und Jugendliche vor diesen Gefahren zu schützen.

Wer hat sich das mit der Alterskennzeichnung für Computerspiele ausgedacht?
Das war eine politische Entscheidung, die 2003 im Jugendschutzgesetz (JuSchG) als rechtliche Grundlage für die Kennzeichnung von Spielen festgeschrieben wurde. In der Folge dürfen Spiele ohne Alterskennzeichnung an Kinder und Jugendliche weder verkauft noch ausgehändigt oder auf Bildschirmen vorgeführt werden.

Ist das Zensur?
Nein, denn die Anbieter reichen ihre Titel freiwillig ein. Ein Computerspiel kann prinzipiell auch ohne Kennzeichen erscheinen. Ebenso frei sind Erwachsene in ihrer Entscheidung, was sie spielen. Für sie ist der Zugang zu nicht gekennzeichneten und auch zu indizierten Spielen legal. Aus diesen Gründen kann nicht von Zensur gesprochen werden, die nach Artikel 5 des Grundgesetzes ohnehin verboten wäre.

Schneidet die USK Spiele?
Nein. Der Anbieter reicht sein Spiel ein, um ein Alterskennzeichen zu erhalten. Er allein entscheidet über eventuelle Veränderungen seines Spielangebots.

Wer verbietet Computerspiele?
Wenn Spiele einen Straftatbestand gemäß Strafgesetzbuch erfüllen, können sie von einem Gericht für Deutschland verboten werden. Ein solches Verbot gilt dann auch für den Vertrieb an Erwachsene.

Indiziert die USK Spiele?
Nein. Über Indizierungen entscheidet die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM). Das gilt allerdings nicht für Spiele, die ein Kennzeichen der USK haben. Diese können nicht mehr indiziert werden. Weitere Informationen finden Sie auf www.bundespruefstelle.de

Welche Folgen hat eine Indizierung der BPjM für den Handel?
Durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) indizierte Spiele dürfen nicht in der Öffentlichkeit ausgestellt und beworben und auch nicht an Kinder und Jugendliche abgegeben werden.

Wer kontrolliert die altersgemäße Abgabe von Spielen?
Dafür ist die jeweilige Ordnungsbehörde vor Ort zuständig.

Kann der Handel selbst entscheiden, ob er sich beim Verkauf an die Altersgrenzen hält?
Nein, der Handel ist zwingend an die mit den Alterskennzeichen verbundenen Abgabebeschränkungen an Kinder und Jugendliche gebunden. Nach dem Jugendschutzgesetz kann der Händler bei Missachtung mit bis zu 50.000 Euro Bußgeld bestraft werden.

Gibt es behördliche Konsequenzen für Eltern, die sich nicht an die Altersangaben halten?
Nein, der Staat regelt nicht, wie welche Medieninhalte Eltern zu Hause ihren Kindern zugänglich machen. Das ist und bleibt Recht und Verantwortung der Eltern.

Was kann man Eltern empfehlen?
Eltern sollten ihren Kindern nur solche Spiele erlauben, die eine entsprechende Altersfreigabe haben. Sie sollten außerdem mit ihrem Kind über die Spiele und das Interesse daran sprechen. Spielen Sie gemeinsam. Das hilft besonders, akzeptierte Nutzungsregeln für zu Hause durchzusetzen.

Was geschieht mit Online-Spielen und Apps?
Seit 2014 werden zahlreiche Spiele und Apps, die auf Online-Plattformen erscheinen mit Hilfe des IARC-Verfahrens gekennzeichnet. Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Fragen zu den Alterskennzeichen

Wer ist für die Alterskennzeichnung zuständig?
Die Alterskennzeichnung von Spielen nach dem Jugendschutzgesetz ist eine Aufgabe der Jugendministerien der Länder. Diese haben sich darauf verständigt, dass das zuständige Ministerium des Landes Nordrhein-Westfalen die Alterskennzeichnung federführend für alle Länderministerien übernimmt.

Warum hat das Spiel xy das betreffende Alterskennzeichen bekommen?
Für die Vergabe der Freigaben sind die Ständigen Vertreter der Obersten Landesjugendbehörden bei der USK zuständig. Diese geben Ihnen gern Auskünfte zu einzelnen Entscheidungen. Am besten, Sie schreiben sie über Kontakt an. Einen Überblick zu den Kriterien der Alterseinstufung erhalten Sie unter Alterskennzeichen.

Welche Folgen hat eine 18er-Kennzeichnung für den Handel?
Spiele mit USK ab 18 dürfen in öffentlich zugänglichen Verkaufsregalen zwar stehen und auch beworben werden, nicht aber an Kinder und Jugendliche verkauft werden. Nach dem Jugendschutzgesetz drohen Händlern bis zu 50.000 Euro Strafe, wenn sie diese Regelungen missachten.

Warum erhalten manche Spiele trotz USK-Prüfung kein Kennzeichen?
Im Jugendschutzgesetz ist geregelt, dass ein Spiel nicht gekennzeichnet werden darf, wenn es die Indizierungskriterien der Bundesprüfstelle für jungendgefährdende Medien (BPjM) erfüllt. Es darf also auch kein Kennzeichen ab 18 erhalten. Erhält ein Spiel kein USK-Kennzeichen, könnte es von der BPjM indiziert werden.

Fragen zum Verfahren

Zu welchem Zeitpunkt wird ein Spiel von der Industrie bei der USK eingereicht?
Spiele, die in Deutschland auf den Markt kommen sollen, können noch vor ihrer Veröffentlichung bei der USK eingereicht, vom Prüfgremium auf ihre Jugendschutzrelevanz geprüft und vom staatlichen Vertreter mit einer Freigabe versehen werden. In Deutschland haben deshalb schon beim Verkauf 98 Prozent aller Spiele einen USK-Sticker.

Wer ist per Jugendschutzgesetz am Verfahren beteiligt?
An dem Prüfverfahren sind die USK, die Obersten Landesjugendbehörden (OLJB) und die durch die Bundesländer benannten unabhängigen Jugendschutzsachverständigen beteiligt.

Welchen Anteil hat die USK an der Alterskennzeichnung?
Die USK prüft die Spiele technisch und inhaltlich und sorgt dafür, dass sie vor dem Prüfausschuss präsentiert werden. Sie stellt damit die gesamte Infrastruktur und Organisation für das Verfahren zur Verfügung. Die Aufgaben der USK umfassen unter anderem die Organisation der Prüfgremien, der Prüftermine und der notwendigen Fortbildung aller an den Prüfverfahren Beteiligten. Die USK ist an den Freigabeentscheidungen im Prüfgremium nicht beteiligt.

Welche Rolle spielt der staatliche Vertreter bei der USK?
Der Ständige Vertreter der Obersten Landesjugendbehörden hat in der Prüfsitzung den Vorsitz. Er kann der Empfehlung der Jugendschutzsachverständigen zustimmen oder sein Veto einlegen und damit eine Berufung auslösen. Wird die Empfehlung der Sachverständigen übernommen, erteilt der staatliche Vertreter die Altersfreigabe als hoheitlichen Verwaltungsakt. Dagegen kann der Antragsteller in Berufung gehen.

Welche Rolle spielen die unabhängigen Jugendschutzsachverständigen im USK-Verfahren?
In der Prüfsitzung begutachten die unabhängigen Sachverständigen das Spiel, sie diskutieren die jugendschutzrelevanten Inhalte und empfehlen dem Ständigen Vertreter der Obersten Landesjugendbehörden eine Alterseinstufung.

Welche Rolle spielen die USK-Sichter?
Die USK-Sichter spielen das Spiel durch, schreiben einen Testbericht und präsentieren den Titel im Prüfgremium. Weder empfehlen sie eine Altersfreigabe, noch erteilen sie diese.

Welche Rolle spielt die Industrie bei der USK?
Die Verbände der Spieleindustrie tragen das wirtschaftliche Risiko der USK, nicht aber die Verantwortung für die Alterskennzeichnungen. Sie sind im Beirat der USK vertreten.

Wo bekomme ich als Händler oder Antragsteller Informationen?
Bitte schreiben Sie uns unter Kontakt direkt an.

Ich finde meine Frage nicht.
Kein Problem, schreiben Sie uns einfach. Am besten nutzen Sie dafür das Kontaktformular.

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In diesem animierten Film wird der Prozess der Alterskenn- zeichnung erklärt.

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