Mitgliedschaft

Übersicht

Alle Onlineangebote unterliegen in Deutschland den Vorgaben des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV). Unternehmen sind in der Verantwortung ihre Angebote jugendschutzkonform anzubieten, unabhängig davon, ob es sich um Spiele-Anbieter, Händler oder Betreiber von journalistischen Portalen handelt. Für Firmen ist es nicht einfach, zwischen notwendiger rechtlicher Absicherung, sinnvollem Jugendschutz und überflüssigen Maßnahmen zu unterscheiden. Dabei hilft die USK:

JMStV-Startpaket
Alles, was Sie für Ihr Unternehmen zum Online-Jugendschutz wissen müssen, auf einen Blick. Lücken, aber auch unnötig hohe Schranken werden von uns aufgedeckt. Mit dem Startpaket bekommen Sie zusätzlich konkrete Umsetzungsempfehlungen für einen sinnvollen Jugendschutzstandard - natürlich unverbindlich und komplett vertraulich.
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USK-Mitgliedschaft
Als Mitglied der USK brauchen Sie sich um Jugendschutz keine Sorgen mehr zu machen. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir ein rechtlich sicheres Jugendschutzkonzept und übernehmen auf Wunsch auch alle jugendschutzrechtlichen Pflichten, etwa die Bereitstellung eines Jugendschutzbeauftragten. Hier finden Sie eine Übersicht aller Unternehmen, die bereits von der Mitgliedschaft profitieren.
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Wir beraten Unternehmen selbstverständlich auch unabhängig von Startpaket und Mitgliedschaft. Dies gilt sowohl für jugendschutzrechtliche Grundlagen, als auch für  inhaltliche Analysen konkreter Projekte. Für Rückfragen steht ihnen in diesem Fall der Consulting-Bereich der USK gerne zur Verfügung.

JMStV-Startpaket

Für Anbieter ist es nicht leicht, die jugendschutzrechtliche Einschätzung ihres Angebots selbst zu leisten und die Konsequenzen daraus abzuschätzen. Das JMStV-Startpaket liefert Ihnen daher eine grundlegende Analyse des Gesamtangebots Ihres Unternehmens im Hinblick auf alle Jugendschutzpflichten. Sie erfahren, ob Ihre Inhalte im Onlinebereich gesetzeskonform angeboten werden bzw. mit welchen Schritten potentielle Schwachstellen behoben werden können.

Durchführung
Nach Ihrem Antrag prüft die USK systematisch alle Angebote hinsichtlich der rechtlichen Vorgaben des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages. Das Startpaket umfasst alle Angebotstypen eines Unternehmens. Untersucht werden rechtlich zugehörige Domains, Foren, soziale Netzwerke und Angebote auf proprietären Systemen (Apps, Konsolen, Fernseher). Besondere Schwerpunkte der jugendschutzrechtlichen Analyse können mit der USK individuell vereinbart werden.

Abschluss des Startpakets
Das Startpaket schließt mit einem 20-25 Seiten umfassenden Bericht, in dem alle Ergebnisse verständlich und übersichtlich zusammengefasst werden. Es wird detailliert aufgelistet, in welchen Bereichen Nachbesserungen empfehlenswert sind. Außerdem liefert der Abschlussbericht eine unverbindliche Empfehlung, auf welchem Weg die Jugendschutzkonformität sinnvoll und ohne hohe Nutzerbarrieren umgesetzt werden kann. Die Empfehlungen werden auf Basis der rechtlichen Regelungen, aber auch im Hinblick auf die tatsächliche jugendschutzrechtliche Praxis bei Online-Medien ausgesprochen.

Durch das Startpaket wird ebenfalls deutlich, ob Ihr Unternehmen prinzipiell für eine USK-Mitgliedschaft geeignet ist. Nach Abschluss des Berichts werden in einem Abschlussgespräch letzte Fragen geklärt und nächste Schritte besprochen.

Das JMStV-Startpaket kann für eine einmalige Schutzgebühr von 300,- EUR (zzgl. MWSt) unter diesem Link in Auftrag gegeben werden. Firmen, die sich für eine dauerhafte und sichere Lösung aller potentiellen Probleme im Bereich des Jugendschutzes interessieren, können sich nach der Durchführung des Startpakets für eine Mitgliedschaft bei der USK entscheiden.

Mitgliedschaft

Unternehmen, die sich der USK als Mitglied anschließen, genießen unter dem Schirm der anerkannten Selbstkontrolle den umfangreichsten rechtlichen Schutz, der im deutschen Jugendschutz möglich ist. Dazu zählt insbesondere die Sicherheit vor Aufsichtsverfahren und Ordnungswidrigkeitsstrafen. Gleichzeitig profitieren Sie durch Fortbildungen, Machbarkeitsanalysen und genereller Beratung von unserer langjährigen Erfahrung als staatlich anerkannte Selbstkontrolle. Ob eine Mitgliedschaft in Ihrem speziellen Fall möglich und sinnvoll ist, zeigt die Analyse des Gesamtangebotes im Rahmen des JMStV-Startpakets.

Die Rechtskonformität und Jugendschutzqualität der Angebote unserer Mitglieder wird von uns mit dem Gütesiegel Jugendschutz ausgezeichnet. Das Gütesiegel kann auf Webseiten, in anderen Angeboten oder bei der Unternehmenskommunikation genutzt werden.

Unternehmen können zwischen einer Basis- und einer Premium-Mitgliedschaft wählen (siehe Kostenordnung). Im Folgenden sehen Sie eine Auswahl unserer Leistungen und Services für Mitglieder:

  • Maßgeschneiderte Jugendschutzlösung: Mit der Mitgliedschaft bei USK.online bekommt jedes Unternehmen eine maßgeschneiderte Jugendschutzlösung. Unser Anspruch ist, gemeinsam nicht nur die rechtlichen Anforderungen zu integrieren, sondern einen sinnvollen und funktionierenden Jugendschutz umzusetzen.
  • Rechtlicher Schutz vor Strafen und Aufsichtsverfahren: Unternehmen, die sich der USK anschließen, profitieren von der Schutzschirmfunktion staatlich anerkannter Selbstkontrollen. Aufsichtsorgane wie jugendschutz.net, die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) oder die Landesmedienanstalten dürfen keine Ordnungswidrigkeitsstrafen aussprechen und müssen sich im Verfahrensfall direkt an die USK wenden.
  • Inhaltliche Beratung: Die Jugendschutzrelevanz eines Inhalts (Spiel, Trailer, journalistischer Bericht) kann mit dem direkten Draht zu den Experten der USK geklärt werden. Auch tiefergehende Analysen oder alltägliche Fragen aus dem weiten Umfeld des Jugendschutzes werden für Sie schnell und effektiv gelöst.
  • Technische Beratung und Umsetzung: Die USK bietet technische Hilfestellung bis hin zu fertig programmierten Jugendschutz-Modulen (beispielsweise Labeling für Jugendschutzprogramme oder Bereitstellung und Implementation eines Perso Check-Moduls) für alle Onlinebereiche. Eine formale Positivbewertung von technischen Konzepten und Systemen ist ebenfalls möglich.
  • Jugendschutzbeauftragter: Die USK kann auf Wunsch die inhaltliche Arbeit im Bereich des Jugendschutzes auch vollständig übernehmen und als offizieller Jugendschutzbeauftragter eines Unternehmens agieren.
  • Leitfäden: Die Handlungsempfehlungen bündeln die langjährige Erfahrung der USK und dienen als wertvolle Nachschlagwerke für die praktische Arbeit. Beispiele für spezielle Themengebiete sind etwa: Berichterstattung zu indizierten Medien, Glücksspielelemente in Spielen, Jugendschutzrelevanz und Bewertung von Trailern, Besonderheiten bei Online- und Versandhandel etc.
  • Fortbildung: Die USK bietet unterschiedliche Weiterbildungsmodule für Einzelpersonen oder Gruppen. Diese reichen von Ganztagsfortbildungen in Berlin bis hin zu maßgeschneiderten Schulungen von Produktverantwortlichen, Jugendschutzbeauftragten oder Videoschnitt-Teams im Unternehmen vor Ort.
  • Politisches Engagement: Als staatlich anerkannte Selbstkontrolle arbeiten wir auf politischer Ebene fortwährend an der Umsetzung eines sinnvollen und praxisnahen Jugendschutzes und vertreten mit starker Stimme die Interessen unserer Mitglieder. Dazu kommt das medienpädagogische und gesellschaftliche Engagement für den Jugendschutz. Über politische und gesellschaftliche Entwicklungen werden Mitglieder mit einem Newsletter regelmäßig informiert.
  • Gremienprüfungen: Jedes Unternehmen kann im Rahmen der Jugendschutzgesetz-Gremienprüfung ein rechtssicheres Alterskennzeichen für ein Spiel beantragen. Auf Basis des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages können zudem konkrete Jugendschutzmaßnahmen und Jugendschutzsysteme als technische oder sonstige Mittel anerkannt werden.

Rechtliche Vorgaben

Der Jugendmedienschutz im Online-Bereich wird in Deutschland durch den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) reguliert. Er legt seit 2003 fest, wie telemediale Spielangebote gestaltet sein müssen, um eine Beeinträchtigung und Gefährdung von Kindern und Jugendlichen auszuschließen. (JMStV im Volltext)

Hinweis auf die Kennzeichen von USK und FSK

Werden Inhalte (Spiele, Trailer etc.), die bereits über eine USK- oder FSK-Altersfreigabe verfügen, über eine Website verkauft (Versandhandel), sind abspielbar oder stehen zum Download zur Verfügung, muss der Anbieter auf das vorhandene Kennzeichen deutlich hinweisen (vgl. § 12 JuSchG bzw. JMStV). Der Hinweis kann in Textform erfolgen oder durch die Abbildung der visuellen Kennzeichen. Hier finden Sie die USK-Kennzeichen zum Download.

Verbreitungsbeschränkungen für Inhalte

Anbieter von Online-Spieleinhalten sind nach dem JMStV verantwortlich, dafür Sorge zu tragen, dass „Angebote, die geeignet sind, die Entwicklung von Kindern oder Jugendlichen (…) zu beeinträchtigen“ von diesen Altersgruppen üblicherweise nicht wahrgenommen werden. Wer gegen diese Regelung verstößt, kann mit einer Geldbuße bis zu 500.000 Euro belegt werden. Dies gilt nicht nur für Spielinhalte wie z.B. reine Online-Spiele, die direkt im Internet gespielt werden oder Spiele zum Download, sondern auch für Filme, Texte oder Bilder.

Diese Pflicht wird im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag wie folgt konkretisiert:

Auf Angebotsseiten, die sich direkt an Kinder richten, dürfen nur Inhalte zur Verfügung gestellt werden, die für Kinder unter 12 Jahren nicht entwicklungsbeeinträchtigend sind, also mit „ab 0“ oder „ab 6“ bewertet wurden (vgl. § 5 Abs. 5 JMStV). Richten sich Angebote nicht direkt an Kinder und sind nicht mit „ab 16“ oder „ab 18“ bewertet, können diese ohne Verbreitungsbeschränkungen angeboten werden.

Um die gesetzlichen Verpflichtungen für beeinträchtigende Inhalte „ab 16“ und „ab 18“ Jahren zu erfüllen, stehen den Anbietern folgende Möglichkeiten alternativ zur Verfügung (vgl.: § 5 Abs. 1, 3 und 4 sowie § 11 Abs. 1 JMStV):

  • Programmierung der Website für ein anerkanntes Jugendschutzprogramm. Die Programmierung kann durch den Label-Generator der USK erfolgen.
  • Einsatz von Zeitschaltungen
      Inhalte „ab 16 Jahren“ nur zugänglich zwischen 22 und 6 Uhr
      Inhalte „ab 18 Jahren“ nur zugänglich zwischen 23 und 6 Uhr
  • Einsatz von technischen Verbreitungsbeschränkungen z.B. Nutzung eines positiv bewerteten Altersverifikationssystem

Jugendgefährdende Inhalte, z.B. einfache Pornografie, oder von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien in Liste A und C aufgenommene, so genannte indizierte Medien dürfen nur für Erwachsene in geschlossenen Benutzergruppen verbreitet werden (vgl. § 4 Abs. 2 JMStV). Strafrechtlich relevante und schwer jugendgefährdende Inhalte, die einen der unter § 4 Abs. 1 JMStV aufgeführten Tatbestände erfüllen, dürfen generell nicht verbreitet werden.

Abgesehen von diesen zentralen Vorgaben gelten weitere Regelungen wie beispielsweise Jugendschutz in der Werbung (§ 6 JMStV).

Bestellung eines Jugendschutzbeauftragten

Geschäftsmäßige Anbieter von Websites mit Inhalten, die für Kinder bzw. Jugendliche entwicklungsbeeinträchtigend sind, müssen einen Jugendschutzbeauftragten bestellen. Er muss über die notwendige Fachkompetenz verfügen, berät Anbieter bei der jugendschutzkonformen Gestaltung ihrer Webangebote und fungiert als Ansprechpartner für Nutzer und Aufsicht (vgl. § 7 JMStV). Die USK kann diese Funktion für Mitglieder übernehmen.

Für offene Fragen zur Mitgliedschaft, zum Startpaket oder allgemein zu den Vorgaben des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages stehen wir Ihnen unter kontakt[at]usk.de gerne zur Verfügung.

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Kontakt

Sie haben weitere Fragen zu Startpaket oder Mitgliedschaft?
Die USK hilft gern.

Telefon: +49 30 240 8866 0

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Was ist der JMStV?

Seit 2003 regelt der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) den rechtlichen Rahmen des Jugendschutzes im Internet. Unternehmen, die Computerspiele oder andere möglicherweise beeinträchtigende oder gefährdende Inhalte anbieten, müssen in allen Bereichen besondere Vorgaben einhalten. Diese beziehen sich u.a. auf:

  • Onlinespiele
  • Websites
  • Trailer
  • Soziale Netzwerke
  • Mobile Angebote
  • Proprietäre Systeme (Konsolen, TV)
  • User generated content
  • Werbung
  • Links

Der vollständige Gesetzestext kann hier heruntergeladen werden. Mehr Informationen zu rechtlichen Vorgaben finden Sie hier.

JMStV-Startpaket

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